Montag, 20. Februar 2012

Bauchschmerzen

Nicht, daß innerhab von 60 Stunden ein neuer Kandidat für die Bundespräsidentschaft bereitsteht, macht mir Bauchschmerzen, sondern wie wirklich viele Menschen meinen, es wäre IHR Kandidat.

Wie ist es um eine Gesellschaft bestellt, um die Solidarität innerhalb einer Gesellschaft bestellt, von der die gefühlte Mehrheit meint, in Gauck den idealen Menschen für dieses Amt gefunden zu haben? DAS macht mir Bauchschmerzen.

Montag, 13. Februar 2012

Dresden - meine Liebe, meine Mahnung

Dresden - meine Liebe, meine Mahnung!

Rotterdam, Coventry, Dresden, all diese Städte mahnen, zerstört von den Bombem der faschistischen Wehrmacht die einen, zerstört von den angloamerikanischen Bomben die andere.

Wenn sich heute das furchtbare Bombardement auf Dresden jährt, mag ich diese Stadt jedoch nicht allein nennen, denn bei aller berechtigten Kritik am Bombardement dieser Stadt, hätte es diesen 13. Februar 1945 in Dresden ohne den durch den Hitlerfaschismus entfesselten 2. Weltkrieg nicht gegeben.

Dresden mahnt - das heißt für mich vor allem, nie wieder Krieg - nie wieder Faschismus.

Mit beidem sieht es im Jahr 2012 nicht besonders gut aus. Auch in diesem Jahr wurden Naziaufmärsche in Dresden für den heutigen Tag und für den 18.2.2012 genehmigt, rechtsstaatlich, wie es heißt - ohja RECHTSstaatlich. Linke Politiker werden für den Kampf gegen Rechts kriminalisiert, wie die Aufhebung der politischen Immunität von Caren Lay und Michael Leutert vor wenigen Tagen beweist.

Und Frieden? Seit sich die Bundeswehr 1999 an dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Serbien beteiligt hat, wird das damals aufgekommende Kriegsgeschrei zur Verhinderung humanitärer Katastrophen immer lauter.
Nein, Frieden in der Welt hat im Europa 2012 keine Lobby mehr. Es ist noch kein Jahr her, daß die NATO in Ausnutzung einer schwammigen UNSR-Resolution in Libyen in einen beginnenden Bürgerkrieg ingegriffen hat. Von 50.000 Opfern der NATO-Bombardements ist die Rede und das Kriegsgeschrei konzentriert sich bereits auf den nächsten Staat.

Dresden - "uns mahnen die Gräber gefallener Väter...", siehe Post vom 12.01.2012!

Herzlichen Glückwunsch


"Unser Mann im All" ist heute 75 Jahre alt geworden. Meine herzlichen Grüße verbunden mit den besten Wünschen für eine gute Gesundheit schicke ich auf die Reise.

Und mit diesem Datum werden meine persönlichen Erinnerungen geweckt an den August und den September 1978. Am 26. August 1978 startete Sigmund Jähn mit Valerie Bykowski in Sojus 31 als dritter ausländischer Kosmosnaut in die Erdumlaufbahn.

Jener 26. August verlief bis zum Abend für mich wie ein ganz normaler Sonnabend. Ich war, wie jedes Wochenende in diesen Jahren, als Mitglied des Jugendklubs "Dr. Victor Aronstein" zum Dienst während der samstäglichen Disko eingeteilt, als irgendwer mit vielen Exemplaren der Sonderausgabe des ND (Neues Deutschland) in den Jugendklub stürzte.
Das war es schon etwas, und mag es heute nur noch als Propaganda abgetan werden, für mich und für viele andere, die sich zu diesem Zeitpunkt im Jugendklub befanden, war diese Nachricht, daß es nun endlich auch unseren Mann im All gibt, etwas ganz Besonderes. An diesem Tage wußte plötzlich jeder, wo Morgenröthe-Rautenkranz liegt, der Geburtsort von Sigmund Jähn, konnte jeder mit dem Begriff MKF 6 etwas anfangen, obwohl sie doch schon viel früher im Interkosmosprogramm eingesetzt wurde.

Etwa drei Wochen später, ich hatte gerade die Lehre zum Maschinenbauer mit Abitur begonnen, stand dann nach erfolgreicher Mission die Reise von Jähn und Bykowski durch die DDR an.
Klar, war für diesen Tag für viele Berliner Kinder, Jugendliche und Erwachsene Spalierstehen an der Protokollstrecke (he, das waren noch Begriffe) angesagt, aber zumindest in meiner Lehrlingsklasse gab es nur wenige, die sich nicht begeistert an die Straße stellten, um die beiden Kosmonauten von Sojus 31 zu feiern. Spätere Spalierbegehren wurden nicht mehr so zahlreich und so freiwillig absolviert, wie an jenem sonnigen Tag im September.

Samstag, 28. Januar 2012

Das Dilemma der LINKEN

Ja, manchesmal können sie einem schon richtig leidtun, die Genossen der LINKEN. Was immer sie tun und sie tun eine ganze Menge, es gelingt ihnen nicht, in diesem Staat anzukommen.

Der Verfassungsschutz, der gerne mal den extremen Rand rechts vergißt oder ihm mit Geldmitteln bei der Entfaltung hilfreich zur Seite steht, beobachtet 27 Bundestagsabgeordnete der LINKEN. Reife Leistung, das ist mehr als ein Drittel und wenn man SpOn glauben kann, sind die noch meist aus dem Osten, sprich, sie waren Bürger der DDR.

Die LINKE, die weder das Grundgesetz in Frage stellt, noch durch besonders scharfe Opposition auf sich aufmerksam macht, schafft dies allerdings regelmäßig mit Personaldiskussionen, mit öffentlicher Diskredition ihrer eigenen Mitglieder und mit Anbiederungen beim Springerkonzern.
Michael Benjamin sagte mal: "Leisetreterei wird uns keineswegs honriert." Und wenn ein Friedrich die Beobachtung der 27 Bundestagsabgeordneten mit etwaigen Linksextremismus verteidigt, dann sollten die Beobachteten eher an seinem Geusndheitszustand zweifeln, anstatt weiter nach rechts zu rücken.
Wie weit die sogenannten Realpolitiker das schon sind, haben sie in 10 Jahren rot-roter Koalition in Berlin gezeigt und zurecht die Quittung dafür bekommen.

Wenn sie wollte, die LINKE, könnte sie doch eine wirkliche Alternative zu dem Parteigemenge aus CDU, SPD, Grüne und FDP werden. Aber das sie selbst Ihre Friedenpolitik nicht mehr so sehr ernst nimmt, hat sie ja wohl in ihrer öffentlichen Reaktion zum Aufruf gegen die Kriegsvorbereitungen gegen Syrien und den Iran. Statt sich geschlossen hinter den Aufruf zu stellen, werden Mitglieder, die dies taten, öffentlich zur Ordnung gerufen. Ein interessanter Artikel dazu findet sich in Sepp Aigners Blog.

Sie muß sich entscheiden und vielleicht zeigt schon die Wahl zum Parteivorsitz, wohin die Partei steuert, ob sie fortschrittlichen Menschen eine Wahlheimat bleibt bzw. werden kann oder ob mit Dietmar Bartsch der Weg in die neoliberale Sozialdemokratie und das Ankommen in der bundesdeutschen Parteienlandschaft fortgeführt wird.
BAK Shalom und Kommunistische Plattform in einer Partei, ich habe damit meine Probleme und die liegen nicht bei der KP.


Donnerstag, 12. Januar 2012

Es ist erstaunlich,

wie aktuell Liedtexte sind, die wir in unserer Jugend in der DDR gelernt haben. Dabei war das doch alles pure Propaganda.
Gern gehört und gesungen habe ich z. B. Carpe diem von der Singegruppe der TU Dresden:

Carpe diem, carpe diem, carpe diem
nutze den Tag.

Der Tag gehört uns und wir werden ihn nutzen,
es geht um die glückliche, bessere Welt.
Heut kommt es drauf an, heut gilt es zu siegen,
in Hörsaal und Werkstatt, im Schacht, auf dem Feld.

Denn unsre alte Erde soll der Stern des Friedens sein,
für alle soll die Sonne glühn,
für alle soll die Rose blühn,
für alle Brot und Wein.

Uns mahnen die Gräber gefallener Väter,
zu schützen das Leben, die Liebe, das Land.
Die Hand am Gewehr und wachsame Augen,
so wird hier das Feuer des Krieges gebannt.

Denn unsre alte Erde soll der Stern des Friedens sein,
für alle soll die Sonne glühn,
für alle soll die Rose blühn,
für alle Brot und Wein.

Heute werden wir lernen, das Steuer zu führen;
die Straße zum Glück liegt in unserem Land.
Wir wollen den Traum aller Menschheit vollenden,
mit guten Gedanken mit Herz und Verstand.

Denn unsre alte Erde soll der Stern des Friedens sein,
für alle soll die Sonne glühn,
für alle soll die Rose blühn,
für alle Brot und Wein.

Worte: Bernd Walther