Mittwoch, 3. Dezember 2008

Eine Bitte an Euch

Ich habe eine Bitte an Euch, meine lieben, wenn auch wenigen Leser. In zehn Tagen jährt sich zum 60. Mal der Gründungstag der Pionierorganisation "Ernst Thälmann". Natürlich wird dazu hier ein Beitrag erscheinen, aber ich habe keine Bilder. Vielleicht kann mir jemand aus seinem persönlichen Fundus eines zur Verfügung stellen, sonst muß ich mal wieder auf das Internet zurückgreifen.

Wenn mir jemand helfen will, dann bitte einen Kommentar schreiben mit Email-Adresse, auf Wunsch wird dieser Kommentar dann auch nicht veröffentlicht. Ich baue auf Euch.

3. Türchen: Vorfreude, schönste Freude

Dienstag, 2. Dezember 2008

2. Türchen - Englische Weihnachtsgans


Zutaten:

1 Gans, Salz, 800 g säuerliche Äpfel, 80 g Korinthen, 80 g Sultaninen, 4 Eßlöffel geriebene Semmel.

Zubereitung (ganz einfach, auch für mich möglich):

Die vorbereitete Gans innen und außen mit Salz einreiben. Die geschälten Äpfel in dünne Scheiben schneiden und mit den übrigen Zutaten locker vermischen. Die damit gefüllte Gans zunähen und in der Herdröhre auf dem geölten Rost oder in der Pfanne garen. Dazu eine Deckelpfanne 3 bis 4 cm hoch mit Wasser füllen, nach dem Aufkochen die Gans darin zugedeckt auf kleiner Flamme dünsten. Beginnt der Bratensatz sich zu bräunen, etwas kochendes Wasser nachgießen. Den Gänsebraten häufig mit dem Bratensatz beschöpfen und von Zeit zu Zeit in der Schwanzgegend einstechen, damit das Fett ablaufen kann. Kurz vor Beendigung der Garzeit die Pfanne aufgedeckt in die heiße Röhre stellen, die Gans mit kaltem Salzwasser bepinseln und knusprig bräunen.

(aus: Unser großes Kochbuch, Verlag für die Frau, DDR Leipzig, 11. unbearbeitete Auflage, 1970)

Montag, 1. Dezember 2008

Schmierentheater

Huch, ist denn schon wieder Nachrichten-Saure-Gurken-Zeit? Madame Künast verlangt doch glatt im 19. Jahr nach der Vereinigung von der schnellstgewendeten DDR-CDU eine Entschuldigung für ihr Wirken als Blockpartei in Volkskammer und öffentlichen Leben.

Eine gute Vorlage einer solchen Entschuldigung hat Mieczyslaw Rakowski, der letzte PVAP-Generalsekretär anläßlich seines 80. Geburtstages gegeben. Nachzulesen in: Hans Modrow: "In historischer Mission - Als deutscher Politiker unterwegs" (Link auf der rechten Seite), auf der Seite 169 gegeben.

Natürlich wird die Ost-CDU diese Chance nicht nutzen, selbstbewußt zu ihrer Vergangenheit zu stehen, die Zeit für Wunder ist noch nicht reif.


Adventskalender


Ja, ich mag sie, diese vorweihnachtliche Zeit mit ihren dunklen, von hellen Kerzen beleuchteten Tagen. Ich mag die Musik, ich mag diese warmen Abende und nein, ich mag das Gehetze nach Geschenken nicht, bei mir gibts viel Selbstgebasteltes. Mein Adventskalender ist einer mit Bildchen, wie wir es früher gewohnt waren.

In den nächsten Tagen will ich versuchen, immer mal ein Türchen zu öffnen. Weihnachtsgeschichten, Interessantes zur Entstehung, vornehmlich aus dem Erzgebirge, meinem Weihnachtsland schlechthin, mal ein Liedchen oder ein Weihnachtsrezept. Heute haben es mir die Schwibbögen angetan. Natürlich leuchtet bei mir seit gestern ein wunderschöner Bogen, dargestellt ist das Märchen "Hänsel und Gretel".


Leuchtende Bogen

Wenn die Bergleute am Weihnachtsnachmittag die "Mettenschicht" feierten, illuminierten sie die Häuser mit ihren Grubenlampen. Sie hängten die Lichter im Halbkreis - also in der Form des Stollenmundlochs - an die Wand. Aus diesem Brauch erwuchs eine der populärsten Weihnachtsdekorationen - der Schwibbogen.

Um 1778 hat der Bergschmied Johann Teller aus Johanngeorgenstadt den ersten schmiedeeisernen Schwibbogen gefertigt. Der Name übrigens ist der Architektur entlehnt. Schwibbogen bezeichnet hier einen von zwei Mauern gestützten schwebenden Bogen. Mit der Schwarzenberger Feierabendschau 1937 wurden Schwibbögen weithin bekannt. Neben metallenen entstanden nun auch hölzerne Modelle.

(aus: Erzgebirgisches Weihnachtsbüchlein, Verlag für die Frau)