Montag, 7. Dezember 2009

Что делать - Was tun?

Diese Überschrift habe ich gewählt, weil mir heute früh das Ankommen auf meinen Arbeitsplatz schon ein kleines Lächeln auf die Lippen gezaubert hat.

Ich schaue auf meinen Platz und sehe einen russischen Text. Uff, was ist denn das, schießt es mir durch den Kopf. Dann erinnere ich mich. Irgendwann wurde bei uns mal eine Aufstellung erstellt, in der einige Mitarbeiter mit den entsprechenden Fremdsprachenkenntnissen aufgeführt wurden. Als Ossi bin ich natürlich Exotin und so fanden meine eigentlich nach entsprechend langer Zeit inzwischen eher bescheidenen Russischkenntnisse Eingang in besagte Datenbank.

Nun hat sich unsere Marketing-Abteilung in den Kopf gesetzt, bestimmte Flyer über unsere Fördermöglichkeiten auch in Russisch rauszugeben. Obwohl der Text anscheinend sehr professionell übersetzt wurde, meinte mein Chef, ich könnte doch mal drüberschauen.

He, das nenne ich doch mal Würdigung meiner Fähigkeiten :-).


Kommentare:

Nadja Norden hat gesagt…

Meine liebe Jette,
Irre ich? Das ist doch die nichtsowjetische Schreibweise der russischen Sprache? Auch wenn wir alle doch mindestens ein wenig Russisch kennen: ich schrieb schon mal meine Bewunderung für deine vielseitigen Fähigkeiten, und das möchte ich jetzt gerne wiederholen. Du bist eben eine außergewöhnliche Persönlichkeit, „Exotin“, daher…Da ich ebenfalls eine „Exotin“ bin, ziehen wir uns gegenseitig an, liebe Freundin Jette. In aller Bescheidenheit: Ein bißchen mehr wie das Mittelmaß sind wir bestimmt (lächle). Und jetzt sehne ich mich auch wieder mal nach eine ‚Duftmarke’ von Dir in ‚Politiek en Cultuur’
всегда готов! Immer bereit!
Es grüßt ganz lieb,
Deine Nadja
<3

Jeanette hat gesagt…

uff Nadja, natürlich gucke ich gleich in mein Russischbuch, ich bildete mir ein es so geschrieben zu haben, wie ich es gelernt habe. Wenn nicht, wird es verbessert. Gruß, Jeanette

Jeanette hat gesagt…

Nadja, in meinem Russisch-Deutschen Wörterbuch von 1975 aus Moskau werden beide Worte genauso geschrieben, wie ich es getan habe...sollte also sowjetisch sein.

Nadja Norden hat gesagt…

Liebe Jette,
Da zeigte ich doch daß meine Russischkenntnisse viel schwächer als deine sind!
Es ist und bleibt auch doof daß die postsowjetische Autoritäten es für nötig hielten um die Schreibweise (und nicht nur diese) aus der Zeit des Zarismus wieder zu beleben. Ich habe hier nur ein „Russian – English/ English – Russian Soviet Pocket Dictionary Soviet Orthography“ London 1945 und ein entsprechendes Sprachführer (kommt demnächst als ‚Kuriosum’ in meinen Blog). Für die Französischsprachigen gibt es die Methode Nina Potapowa. In der DDR hatten wir doch die Wörterbücher Daum/Schenk, dachte ich mir.
Na ja, ich habe mich mehr zugelegt auf andere östliche Sprachen, war doch schon vor 1972 in Frankfurt (Oder) im Abendkurs Polnisch, konnte auch ein wenig Tschechisch und gar Ungarisch und habe mich später noch für die rumänische Sprache etwas interessiert. Wir waren auf die Tageszeitung „Scîntea“ abonniert und ein paar Mal in der S.R. Rumänien zu Besuch.
Da ich mit einem Flamen verheiratet war, habe ich mich doch (schon bei uns in der DDR) gründlich befaßt mit Niederländisch und Französisch. Wo ich hier ankam, verstand ich vom ersten Tag an, jedes Wort, konnte mich mit den Flamen fließend unterhalten.
Hier gibt es viele mehrsprachige Leute, nur schade daß die jüngere Semester es nicht so meinen mit Deutsch.
Mit meine edle und traute ♥♥Enissa♥♥ unterhalte ich mich meistens auf Niederländisch.
Es grüßt ganz polyglott und ganz lieb,
Deine Freundin
Nadja
<3

neanada hat gesagt…

Liebe Nadja,
wie hätte denn Deine Sprachvariante ausgesehen? *neugier*
Liebe Grüße
neanada

Nadja Norden hat gesagt…

Liebe Neanada,
Wenn ich deine Frage richtig verstanden habe: Meine ‘Sprachvariante’ wäre sächsisch “Schto Delaat” (Spaß). Ich habe mich doch geirrt, war verwirrt dachte der Endbuchstabe ‚ ъ’zu sehen. Ich dachte mir: die Übersetzung worauf sich Jette bezieht bestimmt diese altneue Schreibweise benutzt. Dafür fand ich jetzt zum Thema:
http://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Rechtschreibreform_von_1918

Na und wie W.I. LENIN seine berühmte Streitschrift in 1902 schrieb…Im Russisch Institut des Verbandes Belgien-UdSSR gab es als ‚Variante’ eine charmante Lehrerin mit den Vornamen Ninel.

Wie dem auch sein, ich freue mich sehr über deine *Neugier*. Wie der Oktoberklub sang „Wenn die Neugier nicht wäre…“. Schreibe mir bitte noch!
Ganz liebe Grüße,
Nadja