Sonntag, 10. Januar 2010

Tief Daisy - oder haben wir alle einen an der Klatsche


Ich entschuldige mich mal gleich für die Überschrift, die ja eine Sprache beinhaltet, die ich sonst eher nicht pflege, aber manchmal denke ich tatsächlich, ich bin in einem Irrenhaufen.

Gestern fand ich im Focus folgendes:

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe riet den Bürgern am Freitag, sich mit Lebensmitteln einzudecken. Jede unnötige Autofahrt solle vermieden werden, solange Tief „Daisy“ für Schlechtwetter sorgt. Zudem sollten ausreichend Trinkwasser, ein Medikamentenvorrat und Kerzen im Haus sein, sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, Christoph Unger, in Bonn. Gut wäre auch ein batteriebetriebenes Radio. Im Fall eines Stromausfalls, der laut Unger „immer“ möglich ist, wären ja andere Kommunikationsmittel wie Fernsehen oder Computer nicht einsatzfähig. Auch Mobiltelefone ließen sich dann nicht mehr aufladen. Autofahrer sollten warmen Tee und Decken einpacken.

Im Spiegel gibt es extra ein Forumthema, die Bild versucht es mit reißerischen Überschriften wie : "Tief Daisy überrollt Deutschland" und die ARD schafft es tatsächlich, zu diesem Thema am frühen Abend eine Sondersendung auszustrahlen.

Was ist denn nun eigentlich passiert? Eigentlich nichts, außer ja, es ist Winter und bekanntlich schneit es in dem ab und zu. Ab und zu gibt es auch mehr als 3 cm Neuschnee und genau da fängt anscheinend die Hysterie bereits an.
Ja, im Winter gibt es Verspätungen der Bahn (he die gibts auch im Sommer zuhauf ohne Schnee), ja auch das Autofahren geht dann nicht immer problemlos. Aber eigentlich ist das völlig normal, eine Nachricht, aber keinen Medienhype wert.

Daß bei Wintertemperaturen Obdachlose besonders gefährdet sind, auch da braucht es weniger Sondersendungen noch große Überschriften, sondern einfach ein sich Annehmen der Situation der Menschen und das bitte vor dem ersten Kälteeinbruch, der jährlich völlig überraschend Anfang Dezember kommt.

Und wißt Ihr was, nachdem ich heute früh Schnee geschippt habe, erfreue ich mich an Tief Daisy, denn bei uns sieht es so aus, wie auf dem Bild oben...einfach nur schön. Und nein ich habe gestern ganz normal eingekauft und den Rat des mir bis gestern völlig unbekannten Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht befolgt. Nur Eisblumen gibts immer noch nicht.

Samstag, 9. Januar 2010

Oh weh - muß twittern sein?


Erst fing Valli an und setzte neben seinem Blog auf twittern. Jetzt hat sich auch der Spiegelfechter als Ergänzung für dieses "Zwitschern" entschieden.

Jaja, Ihr seht, zumindest weiß ich, was es bedeutet. Und ich kann mich dunkel erinnern, daß während des deutschen Medienaufstandes zu den Wahlen im Iran vor allem die Twitterer für die Verbreitung von Nachrichten sorgten, mal die Qualität und Herkunft dieser Nachrichten unbeachtet gelassen.

Ansonsten, das gebe ich zu, habe ich weder Ahnung, wie man twittert, noch sehe ich bisher darin einen besonderen Sinn.
Schmunzel und so lange mein Blog keine geostrategische Bedeutung besitzt, werde ich auch vorerst aufs Twittern verzichten, es sei denn, jemand beweist mir glaubwürdig, daß ich nur mit twittern jene geostrategische (prima Wort) Bedeutung erlange.


Dienstag, 5. Januar 2010

Glück muß man haben


wow, kann man da nur sagen.

Da ist der Nacktscanner schon fast vom Tisch, aber prompt gibt es einen Terroranschlag, einen mißglückten in den USA und schon wird weltweit die Terrorismushystrie wieder zu neuen Höhen getrieben.

Mißglückter Anschlag? In den USA? Fragt da einer unserer Qualitätsjournalisten außerhalb der "jungen Welt" mal nach? Eine Einreise in die USA, so einfach? Mitnichten, warum ist dieser Mann denn nicht aufgefallen oder brauchte man in den USA mal wieder einen Präzedenzfall, um Militärhilfe in den Jemen zu schicken, weil ausgerechnet ein Nigerianer aus Jemen die USA angreifen will. Jedenfalls bezeichnete US-Außenministerin Hillary CLINTON die Lage im Jemen als “Bedrohung für die Stabilität der Region und der gesamten Welt”. Hm, dann dann wirds wohl Zeit, daß wir unsere gesamte Welt im Jemen verteidigen.

Praktisch ist, daß in der BRD auf einmal dieser Körperscanner (das Wort nackt ist für die Vermarktung dieser nicht neuen Idee anscheinend nicht mehr opportun) wieder das große Thema wird. Natürlich so, wie er jetzt funktioniert, geht das nicht, aber als Piktogramm-Darstellung wird doch nicht die Würde des Menschen verletzt und schon kann anscheinend auch die FDP, die große Verfechtern der bürgerlichen Freiheit, mit diesem Ding leben. Bosbach (CDU) als Vorsitzendes des Innenausschusses im Bundestag stellt mal schon Pilotversuche für 2010 in Aussicht.

Wie gesagt, Glück muß man haben bzw, Wohl allen Attentätern, die einem so gute Vorlagen präsentieren.



Wo sind sie - die Eisblumen


Nun ist tatsächlich der Winter auch hier in Rheinhessen eingezogen, ein wunderbares Bild, eine wunderbare Zeit für mich, zumindest wenn der Öffentliche Personennahverkehr funktioniert.

Nur eines vermisse ich aus meiner Kindheit - die Eisblumen an den Fenstern. Ja, ich weiß, bei den heutigen Fenstern entstehen keine Eisblumen mehr, aber schön war es doch, dieses Naturschauspiel an unseren alten Doppelfenstern im Kinderzimmer im Winter zu bestaunen. Manchmal nimmt Fortschritt einfach auch nur die Romantik weg.

Freitag, 1. Januar 2010

Ein friedliches Neues Jahr


Ich wünsche Euch und Ihnen von ganzem Herzen ein vor allem friedliches, ein gesundes und ein gutes Jahr 2010!

Желаю вам мира, здоровья и счастья в новом году!

I wish you a happy New Year!

Ik wens u een heel gelukkig en vooral een gezond 2010 toe!