Freitag, 13. August 2010

Ich weiß nicht,

wer mal sinngemäß sagte, die Grenze wäre der häßlichste, aber auch der notwendigste Bau in der DDR.



Der antifaschistische Schutzwall hier, die Mauer dort, half diese Grenze, 40 Jahre lang den Frieden in Europa zu sichern.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wer kann die Pyramiden überstrahlen?
Den Kreml, Sanssouci, Versailles, den Tower?
Von allen Schlössern, Burgen, Kathedralen
Der Erdenwunder schönstes war die Mauer.
Mit ihren schmucken Türmen, festen Toren.
Ich glaub, ich hab mein Herz an sie verloren.

Peter Hacks

Nadja Norden hat gesagt…

Liebe Kampfgenossin Jette,
Wir haben von 1949 bis den 13.August 1961 den Sozialismus mit offener Grenze aufgebaut. Der Bau des antifaschistischen Schutzwalls war eine leider notwendige und vor allem zeitweilig gedachte Schutzmaßnahme. Eigentlich hätte der westlicher Imperialismus uns mehr fürchten müssen als umgekehrt. Es hätte so sein müssen daß sie und nicht wir die „Mauer“ errichteten. Eine gespaltene und geteilte Stadt und Heimat, das war gewiß nicht normal. Unsere Autoritäten hätten den Kurs auf Wiedervereinigung Deutschlands nicht aufgeben dürfen. Wie dem auch war, ehrendes Gedenken an die Gefallenen und an alle Genossen und Bürger die den Friedensdienst an der Grenze auf der Nahtstelle von zwei entgegensetzte Systeme verrichtet haben.
Mein damaliger Mann und ich war diese Grenze überschreiten immer ein spannendes Erlebnis: Helmstedt, Griebnitzsee, Friedrichstraße, es gab schon ein Hochgefühl genehmigt durch zu gehen, in beide Richtungen. So habe ich es in Erinnerung. Verletzend war, wenn Leutchen uns in „ soz.Bruderstaaten“ wie Ungarn und Rumänien, die Parolen von „Stimme Amerikas“ und „Radio Liberty“ nachplapperten von „Mauer der Schande“.
Nicht aufgeben, der Kampf geht weiter. Es grüßt ganz lieb,
Deine Freundin
Nadja

@Anonym: Danke für diese Verse, die ich nicht kannte, von Peter Hacks,. Wir haben uns nicht persönlich gekannt, aber Peter Hacks war einer der Genossen mit wem ich einer Meinung war, und bin, über die schädliche Entwicklung nach dem VIII. Parteitag der SED. Nochmals Dank.