Dienstag, 6. April 2010

Und noch ein Innovativer


Ostern oder die vorösterliche Zeit muß einigen Menschen doch richtig gut getan haben. Mit Guttenberg meldete sich ein zweites Mitglied der sprach- und anscheinend arbeitslosen Familie, die sich das Regierung der BRD nennt.

"Umgangssprachlich", gab er denn von sich, könne man in Afghanistan "von Krieg reden". Uff, wie kam ihm denn diese neue Idee. Sind es die drei toten Angehörigen der Kriegsarmee Bundeswehr oder gar die im "friendly fire" 5 oder 6 (die Quellen sind sich da etwas uneinig) umgekommenden Verbündeten, die ihn von "kriegsähnlichen Zuständen" zum umgangssprachlichen Krieg führen?

Kann mir bitte einer erklären, was ein "umgangssprachlicher Krieg" ist? Und was unterschiedet ihn von dem Begriff "Krieg"?
Für diesen Bravourritt bekam er denn auch gleich vom Kommentator der hier erscheinenden überparteilichen AZ ein Lob für seine klare Sprache.

Der Kommentator sollte sich sein Lob bis zu dem Tag aufheben, an dem der letzte Bundeswehrsoldat dieses kleine Land verlassen hat. Dann und nur dann hätte ein Guttenberg ein Lob verdient.

Bildnachweis: von Guttenberg geklaut


Kommentare:

Andreas hat gesagt…

Da kann man doch nur sagen: "Wer die CDU wählt, wählt Guttenberg und wer Guttenberg wählt, der wählt den (Begriff) Krieg"

neanada hat gesagt…

"Umgangssprachlicher Krieg" ist der Wink mit dem Zaunspfahl an andere Politiker, das Wort "Krieg" bloß nicht in der Öffentlichkeit zu benutzen. Der gemeine Bildzeitungsleser darf das jetzt.

Nadja Norden hat gesagt…

Meine liebe Kampfgenossin Jette,
Hiermit will ich Dir einfach einen Abendgruß bestellen. Habe schon lange keine Zuschrift mehr gemacht bei Dir bzw. von Dir bekommen…
Ganz liebe Grüße,
Deine Freundin
Nadja