Dienstag, 10. Januar 2012

Sparen, sparen und noch mehr sparen


Gestern berichtete die Junge Welt in einem Artikel über die Vergabepraxis bzw. deren Nichtvorhandensein im Land Sachsen-Anhalt zugunsten der Bahn.

Auf die Vorwürfe angesprochen, sagte der zuständige Verkehrsminister sinngemäß, der Zeitpunkt der Verlängerung des Vertrages für die Bedienung einer Regionalstrecke sei günstig gewesen, die Bahn habe einiges springen lassen.

Als Beispiele führte er an: 40 Millionen Kosteneinsparung, neue Doppelstockwagen und Zugbegleiter, die in den Wagen Fahrkarten verkaufen würden.

Aha, die Bahn will weniger Geld, dafür gibts neue Wagen und gleich noch Zugschaffner mit? Okay, die Zugbegleiter, der wohl neuere Begriff, werden wohl auch jetzt in den Zügen sein, dann sollen sie aber mehr Aufgaben übernehmen. Wiso werde ich den Eindruck nicht los, daß hier wieder auf Kosten von Mitarbeitern gespart wird, oder was ist der Bahn AG der Verkauf der Fahrkarten, die sie ja wohl auf andere Art und Weise jetzt auch verkauft. Irgendwie kann ich nicht so ganz an den Servicegedanken glauben.

Diejenigen, die aufgrund fehlender Ausschreibung, nicht zum Zuge kamen, geben an, daß man glatt noch mehr hätte sparen können? Und wieder frage ich mich, wie? Wie und an welchen Posten kann man denn in den nächsten Jahren sparen? An Energiekosten? An Investitionskosten? Praktiziert wird in der BRD nur die Minimierung einer Kostenart - Personalkosten!


1 Kommentar:

Nadja Norden hat gesagt…

Liebe Jette,
Das ist hier genauso schlimm. Das ist nämlich die Europäische Union! Weg damit!
Gucke wie eine hiesige Zeitung es beschreibt:

http://www.gva.be/antwerpen/berchem/wilde-staking-verlamt-spoorwegen-rond-antwerpen.aspx

http://www.gva.be/nieuws/binnenland/aid1105236/spoorwegbonzen-verdienen-dubbel-zoveel-als-di-rupo.aspx
und so weiter, und so weiter…
Ganz liebe Grüße,
Nadja