Montag, 27. Juli 2009

Sie sterben aus, die bekannten DDR-Künstler


Es liegt nun mal in der Sache der Natur, Leben ist vergänglich. Bitter wird es für mich dann, wenn liebe Erinnerungen damit verbunden sind und in dieser Form keine neuen hinzukommen.

Ich war kein großer Fan von Margot Ebert (gest. am 26. Juni 2009), aber ihre Sendung "Zwischen Frühstück und Gänsebraten" gemeinsam mit Heinz Quermann gehörte genauso zu wichtigen Weihnachtsritualen wie ab 1985 die Schallplatte "Weihnachten in Famuilie".

Bekannt wurde Margot Ebert 1952 als eine der ersten Fernsehansagerinnen im Deutschen Fernsehfunk. Ab dann gehörte sie eben für den Fernsehkonsumenten in jedweder Coleur dazu. Ob im "Maxe Baumann" oder im "Ferienheim Bergkristall", im Polizeiruf 110 oder in den "Tierparkgeschichten", auch als Schauspielerin konnte sie überzeugen.

Sonntag, 26. Juli 2009

Meine 1. Single - Die Schranke


und noch heute steht sie in meinem Plattenschrank. Auf der Rückseite ist "Glück mit Garantie" zu finden. Leider habe ich keinen Plattenspieler mehr, gibts eigentlich noch einen, der 45er Platten abspielt?

Jedenfalls habe ich mich gefreut, dieses Video bei youtube zu finden.

Bildnachweis: aus dem Internet geklaut, ich war zu faul, meine Plattenhülle zu scannen.






Donnerstag, 23. Juli 2009

Nachtrag zu "Nieder-Olm hat Flagge gezeigt"

Nur kurz noch, die Presse schreibt heute von ca. 300 Teilnehmern, war ich doch mit meiner Schätzung gar nicht so schlecht, obwohl ich eigentlich nur sagen konnte, außer mir waren noch viele Menschen da, eben alles in Kleinstadtgröße, Nieder-Olm hat ca. 9.000 Einwohner.


Mittwoch, 22. Juli 2009

Nieder-Olm hat Flagge gezeigt


Nieder-Olm - eine Verbandsgemeinde in Rheinhessen hat heute abend Flagge gezeigt. Zu einer kurzfristig angebraumten Demonstration fanden sich ca. 200 - 500 Gleichgesinnte zusammen, um gegen eine geplante Mahnwahne von Mitgliedern der rechten "Initiative Südwest" zu verhindern.

Zur Vorgeschichte:
Vorige Woche in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag wurde aus einer Wohnung in Nieder-Olm ein 7-jähriges Mädchen entführt und sexuell mißbraucht. Der Täter konnte durch die Polizei am Samstag gefaßt werden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Diesen Umstand und das Leid des betroffenen Mädchens und seiner Familie wollten sich die Neonazis mit der heutigen Mahnwache unter dem Motto "Keine Gnade für Kinderschänder" zu Nutze machen, um ihre braunen Parolen auch nach Nieder-Olm zu tragen.

Die gute Zusammenarbeit zwischen Veranstalter "Rheinhessen gegen rechts", der Verbandsgemeindeleitung unter Bürgermeister Ralf Spiegler und der Polizei hat es fertiggebracht, innerhalb von 24 Stunden doch eine erhebliche Anzahl von Bürgern gegen diese Mahnwache zu mobilisieren. Wenn ich von 200 - 500 sprach, dann deshalb, weil ich noch nie gut schätzen konnte.

Letztendlich wurde die Mahnwache durch das Gericht verboten, auch das ist ein gutes Signal heute abend.

PS.: Wenn einer Lust zum kurz mal schauen hat, um 21.45 Uhr gibt es innerhalb von Rheinland-Pfalz aktuell einen Bericht



Bundesverdienstkreuz - ja oder nein?

In der Jungen Welt sitzen ganz sicher keine Hellseher, deshalb war die Vorhersage, es gäbe nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer Probleme, auch keine nostradamus'sche Leistung.

Nun der Aufschrei ist da, der Zentralrat der Juden in Deutschland ist entsetzt, zwei jüdische Träger des Bundesverdienstkreuzes drohen, ihre Auszeichnung zurückzugeben, sollte der Preis Frau Langer nicht wieder entzogen werden.
"Sie trägt ihr Jüdischsein als Fahne vor sich her - doch ihre jahrelange Israel-Hetze macht das nicht besser", so äußerte sich Dieter Graumann im Spiegel.

Was ist an dieser Frau dran? Die Frau ist Jüdin und wagt es gleichzeitig, die Politik Israels, dem Land, in dem sie bis 1990 gelebt hat, zu kritisieren. Und das ist in der BRD nicht Politically Correct. Hier ist jeder sofort Antisemit, der nicht bei jedem Tun in dem jüdischen Staat hurra schreit.
2005 erhielt sie den Erich-Mühsam-Preis, 2006 den Menschenrechtspreis der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.(GMB). Nun also das Bundesverdienstkreuz und alle, die an dieser Verleihung beteiligt waren, haben auf einmal Erklärungsnöte.

Kann unsere Verantwortung wirklich darin liegen, für immer und ewig jegliche Kritik an der Politik der Regierung Israels als antisemitisch zu verunglimpfen? Kommt es für uns nicht vielmehr darauf an, dafür zu sorgen, daß der Völkermord an der europäischen jüdischen Bevölkerung, an den Sinti und Roma, der Mord an Widerstandskämpfern , egal ob sie Kommunisten, Sozialdemokraten, Angehörige einer Kirche oder Offiziere der Wehrmacht waren, durch das faschistische Hitlerregime nicht vergessen wird und daß so etwas nie wieder geschieht? Mir persönlich ist das die
wichtigere Aufgabe.