Mittwoch, 15. September 2010

Begegnungen


Nein, heute schreibe ich besser nicht, ich bin wieder da. Ich habe erhebliche Probleme mit der DSL-Leitung, so daß ich nie weiß, ob und wie lange es funktioniert.

Danke allen, die angefragt haben. ob es mir gut geht und ob ich noch Lust zum Bloggen hätte.
Auf beides ist die Antwort: Ja!

Nach all der medialen Aufmerksamkeit der letzten Tage für Th. S.'s Theorien oder wie immer man diesen Quark nennen mag, hatte ich heute eine ziemlich normale Begegnung mit zwei 6. Klassen, die einfach nur guttat.

Ich war gar nicht begeistert, als bei meiner Bus-Heimfahrt heute abend an der Haltestelle Vincenz-Krankenhaus eine größere Gruppe Jungen und Mädchen sich anschickte, in den Bus zu klettern. Aber okay, wer meint (und ich meine), daß Klagen gegen Kindergärten wegen der Lautstärke verboten gehören, sollte wohl auch ein wenig Lärm bei der abendlichen Heimfahrt aushalten.

Ich hielt aus und die Truppe, die ich da sah, war doch tatsächlich das buntgewürfelte und so verteufelte Multikulti. In etwa 12 Jahre alt, trugen zwei Mädchen die Kopftücher, hörten die Jungen u.a. auf die Namen Sergej, Imre, Hakan und Ilja, fiel auch der Name Hanno, also wirklich von jedem etwas und mindestens die Hälfte der Kinder hatte keine deutschen Wurzeln.
Und dann habe ich meine Ohren aufgesperrt, ich wollte einfach wissen, wie die Mädchen und Jungen sich unterhielten, wie gesagt 6. Klasse nach meiner Schätzung und auch nach Auskunft der Lehrerin.

Ich weiß, es nicht repräsentativ und es gibt sicherlich genug andere Beispiele, aber die Kinder, die ich hören konnte, sprachen alle ein akzentfreies Deutsch. Früher hätten wir gesagt, ne typisch Berliner Klasse.

Wie gesagt, keine umwerfende Begegnung, einfach nur normal.

Bildnachweis: Klassenfoto 2d der 25. Oberschule "Franz Mehring" Berlin-Lichtenberg 1970, nun sucht mich mal


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Welt ist bunt, und das ist gut so!!
Für Vielfalt, gegen braune Einfalt!!
GlG
Anne

Nadja Norden hat gesagt…

Meine liebe Jette,
Ein ausgezeichneter Beitrag für deine Heimkehr in der Blogspotwelt, Danke.
Aber vor allem freue ich mich überhaupt und sage, wie es bei uns hieß: „Toi, toi, toi“ (Französisch liest sich das ‚Du, Du, Du‘ mit Deine DSL, chère Jeanette. Denn ich bin etwas erschöpft und brauche diese Tage Ermutigungen um weiter zu posten. Meine neue Freundin, KPD Genossin Angela, sendet plötzlich nichts mehr (wird wohl auch ein Internetverbindungsproblem sein, aber es macht mich ganz ‚uschig‘. Mechthild meldete sich auch nicht. ..Na, DU bist jetzt da!
Sehr liebe Grüße,
Deine Freundin Nadja
<3