Donnerstag, 28. Mai 2009

Oft sind es die


kleinen Nachrichten, die mich entsetzen. Am Montag ist der Internationale Kindertag, ein Tag, der während meiner Schulzeit immer mit viel Aufregung, Spielen, Geschichten, Talentwettbewerben verbunden war.

Inzwischen mußten wir in 20 Jahren BRD erfahren, daß Kinder häufig ein Armutsrisiko darstellen und daß es viel staatlicher Förderung bedarf, um Familien mit Kindern, um alleinerziehende Mütter und Väter nicht aufs Abstellgleis zu schieben.

Viel Förderung kommt bei den betroffenen Familien, kommt vor allem bei den Kindern nicht an.
Nun gibt es ein europäisches Projekt, in dem Obst und Gemüse in der Schule an Kinder verteilt werden kann. Die EU (nun wahrlich nicht meine Lieblingsinstitution) würde dafür 90 Mill. EUR springen lassen, wenn sich die Bundesrepublik mit eben dem genauso hohen Betrag beteiligt. Vom Bundesrat wurde die Beteiligung bereits beschlossen, jetzt hat die Bundesregierung lt. Saarbrücker Zeitung von heute diese Finanzierung abgelehnt.

Wie schäbig muß eigentlich eine Regierung sein, Banken für eine selbstverschuldete Krise Milliarden hinterherzuwerfen, aber einen wesentlich geringeren Betrag für Kinder nicht aufzubringen.

Kommentare:

Valli hat gesagt…

Du legst den Finger in die Wunde ! Wir dürfen nie vergessen, dass wir eine Regierung des Kapítals haben.Und die von der Leyen macht lieber leyenhafte Gesetze, als sich um wichtige Dinge zu kümmern...

Anonym hat gesagt…

Ach liebe Jette, das Geld wird
für "Schutzschirme" für Milliardäre
gebraucht. Die Kinder, deren Eltern sich das Obst und Gemüse nicht
leisten können, sind ohnehin überflüssig.
Wir leben in einem durch und durch widerwärtigen System.
Anne