Montag, 16. Februar 2009

Die Treuhand - Karrieresprung

Mal in der Treuhand gearbeitet bzw. sie beaufsichtigt zu haben, DDR-Volkseigentum vernichtet bzw. verhökert, in den Jahren 1990 - 1994 zig tausende Arbeitsplätze für immer (zumindest bis heute) vernichtet zu haben, scheint der Knaller in einigen Bewerbungsschreiben und Lebensläufen zu sein.

Horst Köhler durfte Bundespräsident (er war für die Treuhand verantwortlicher Staatssekretär im Finanzministerium) werden, heute darüber schwadronieren, daß doch die DDR nicht verklärt werden soll. Daß er mit seiner treuhänderischen Beschäftigung einen Grundstein dafür gelegt hat, daß die Menschen in den neuen Bundesländern sich daran erinnern, in der DDR einen sicheren Arbeitsplatz gehabt zu haben, kommt ihm dabei nicht in den Sinn.

Auch für Theo Sarrazin, inzwischen Finanzsenator Berlin, kann die Tätigkeit in der Treuhand nicht als Karriereknick bezeichnet werden. Wer ihn nicht kennt, das ist der, der zum Heizen die Alternative mehrere Pullover erfunden hat und der sich für 4,00 EUR am Tag gesund ernährt. Na er sicher nicht, aber den ärmeren Schichten unserer Bevölkerung hat er das schon mal vorgerechnet. Jetzt allerdings wird er Berlin verlassen und Frankfurt/Main heimsuchen, um seine Tätigkeit in der Bundesbank aufnehmen....Herzlichen Glückwunsch!!!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Allesammt eines: bürgerliche Kotz-
brocken. Und sie sind sich garantiert
keiner Schuld bewußt. Verstehst Du
an dieser Stelle, weshalb es die RAF
gab?

Frank hat gesagt…

In diesem Staat wird man eben nur was, wenn man entweder besonders blöd oder besonders rücksichtslos ist. Viele sind auch beides...