Freitag, 27. Februar 2009

Mediengeschrei

mal wieder für nichts.

Da erzählt ein Bodo Ramelow, daß es in der DDR keinen Schießbefehl gab und alle Medien bekommen einen kollektiven bzw. unisoren Hitzeschlag. Dann sagte er auch noch, daß er die DDR nicht für einen Unrechtsstaat hält.

Das darf natürlich nicht sein. Um es deutlich zu machen, googelt man nach Ramelow, findet man sage und schreibe 31 Artikel, die sich mit seinem Interview auseinandersetzen. Mal davon abgesehen, daß diese Schreiberlinge höchstwahrscheinlich wissen, daß dieser Mann nichts als die Wahrheit spricht, stehen eben auch in Thüringen Landtagswahlen an. Es wird auch offensichtlich, daß sich die Sicht vieler Ex-DDRler auf ihren Staat still und heimlich etwas differenziert hat, die Stasikeule immer noch gebraucht wird, aber angesichts eines Herrn Schäuble wohl nicht mehr die gewünschte Wirkung zeigt und somit die Partei Die Linke gerade im Osten eine große Bedrohung für die sogenannten Volksparteien ist.

Und da ist dann noch ein Herr Thierse, er erbost sich über das Gerichtsurteil gegen "Emmely". Das Urteil hatte in 2. Instanz festgelegt, daß die Verdachtskündigung des Tengelmannkonzern gegen seine Mitarbeiterin rechtens ist. Das mag wohl sein. Nun ist Herr Thierse seit Jahren Bundestagsmitglied und hätte in dieser Rolle längst eine Gesetzesänderung auch nur anstreben können. Von daher ist seine Kritik nichts als heiße Luft, aber es lenkt doh prima von wirklich dringenden Problemen ab, immerhin 243 Artikel finden sich. In meiner Tageszeitung wurde gar deutlich hervorgehoben, daß Thierse in der DDR aufwuchs. Tja, da scheint ihm doch ein gewisses Gerechtigkeitsgefühl noch nicht abhanden gekommen sein.
Wie gesagt, er könnte sogar etwas tun...


1 Kommentar:

Frank hat gesagt…

Ich glaube,den Thierse holen die immer raus, wenn sie die westdeutschen Stammtische wieder mal auf die Ossis hetzen wollen.
Ramelow hat übriegsn nichts anders gesagt als Lothar de Maiziere in dem Interview mit der Märkischen Oderzeitung. Jenem Interview, was nur in der Printausgabe kam und nirgendwo im Net zu finden ist, außer bei vallisblog.Sehr eigenartig wie mit dieser Meinung des Herrn de Maiziere verfahren wurde, aber gegen den ersten und letzten "frei" gewählten Ministerptäsidenten der DDR (CDU) darf man natürlich nicht hetzen.