Mittwoch, 7. Oktober 2009

60. Jahrestag der Gründung der DDR



Ich fand in meinem Postfach eben folgende Zuschrift und bin sicher, daß ich sie hier veröffentlichen darf:

Liebe Jette und an alle, die hier lesen, meine herzlichsten Grüsse zum 60. Jahrestag der Gründung der DDR, dem ersten und einzigen Arbeiter-und-Bauernstaat Deutschlands, dem Staat, in dem es keine Unterschichten oder Prekariat gab. Wir kommen wieder!

Danke dafür!!!!

Zu hören war die Nationalhymne der DDR hier ja schon, heute schiebe ich den Text nach, der es wirklich verdient hatte, Hymne eines friedlichen Landes zu sein.

1. Strophe
Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|
2. Strophe
Glück und Frieden sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
Reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
Schlagen wir des Volkes Feind!
Laßt das Licht des Friedens scheinen,
Daß nie eine Mutter mehr
|: Ihren Sohn beweint. :|
3. Strophe
Laßt uns pflügen, laßt uns bauen,
Lernt und schafft wie nie zuvor,
Und der eignen Kraft vertrauend,
Steigt ein frei Geschlecht empor.
Deutsche Jugend, bestes Streben
Unsres Volks in dir vereint,
Wirst du Deutschlands neues Leben,
Und die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|
Den Text schrieb Johannes R. Becher vermutlich im Oktober 1949.


Kommentare:

Mein Parteibuch hat gesagt…

Hallo Jeanette,

hier die die Redaktion vom Parteibuch ( www.mein-parteibuch.com ). Ich habe dein Blog über die Aktion 100 Blogs für die Linke gefunden. Dein Blog gefällt uns ausgesprochen gut.

Ich schreibe dich hier per Kommentar an, weil ich keine E-Mail-Adresse gefunden habe und dich fragen möchte, ob wir dein Blog "Trotz alledem" in unseren kleinen Aggregator auf unserer Startseite, den Parteibuch-Ticker, aufnehmen und die Inhalte möglichst weit weiterverbreiten möchten. Dürfen wir?

Melde dich doch mal kurz und gib Bescheid, entweder per Mail katzenfreund (at) mein-parteibuch.com oder einfach als Kommentar in unser Blog posten.

Mit besten Grüßen
Ein Katzenfreund
www.mein-parteibuch.com

PS: Dazu, warum wir den Aggregator aufbauen, gibt es hier ein paar Zeilen:

http://www.mein-parteibuch.com/blog/2007/08/19/keimzelle-fuer-eine-demokratische-und-pluralistische-medienlandschaft/

Jeanette hat gesagt…

Ich muß mich bitte erst mal auf Eurer Seite umschauen, die mir bis eben unbekannt war, bitte habt etwas Geduld. Gruß, Jeanette

Valli hat gesagt…

Vor allem die zweite Strophe ist wieder aktuell wie nie..

gruesdi hat gesagt…

Zum Thema DDR fand ich heute in der Leipziger Volkszeitung folgenden Artikel mit der Überschrift "Die DDR war ein ziemlich gruseliges Teil". Michael Fischer-Art stellt an Leipziger Schulen sein Kinderbuch zur Friedlichen Revolution vor. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Artikel: "Die Illustrationen in seinem Buch erzählen vom Leben dieser komischen Menschen, die in kaputten Häusern lebten und vor leeren Läden standen, die aufeinander schossen und sich einsperrten. Und irgendwann das alles satt hatten und Schluss machten mit der DDR, deren Schriftzug Fischer-Art am Beginn seines Buches aus Totenschädeln gestaltet hat. ... So eindringlich diese Schilderungen auch sind - in ihrer düsteren Fülle zeichnen sie ein Bild eines Landes, das mit den Erinnerungen der Eltern nicht immer übereinstimmen wird. Die DDR als Land, in dem es kein Lächeln gab und in dem Vegetarier besonders stark litten, das erzählt sich zu sehr wie ein simples Märchen von Gut und Böse."

Wer lässt nur solche Leute an unsere Schulen?

neanada hat gesagt…

@gruesdi: Aber das ist doch genau das Bild, das in den Medien permanent vermittelt wird. Die DDR ist gefährlich - einfach weil sie existiert hat. Die muss man so gruselig wie möglich darstellen und im Gegenzug dazu die BRD und Amerika möglichst bunt. Dann ist die Orientierung schon im Kindesalter klar.

...und genau DIE Leute wollen UNS was über die Propaganda in der DDR erzählen...