Samstag, 10. Januar 2009

Manches möchte man einfach nicht glauben!

Heute gibt es in vielen Städten Demonstrationen gegen den Krieg Israels im Gazastreifen, die Junge Welt zeigt die einzelnen Versammlungsstandorte auf. Aber es wird auch auf Pro-Kriegsdemonstrationen hingewiesen. Morgen um 11.00 Uhr in Frankfurt/Main, da wird ein Grußwort von Michel Friedman erwartet. Okay...damit muß man rechnen.

Entsetzt hat mich folgender Abschnitt im jW-Artikel: "Die zentrale Pro-Kriegsdemonstration findet am Sonntag in Berlin um 14 Uhr auf dem Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche statt. Als Redner sind unter anderem die Berliner Landespolitiker Frank Henkel (CDU), Walter Momper (SPD) und Klaus Lederer (Die Linke) angekündigt."

Es kann doch nicht sein, daß Mitglieder der Partei Die Linke als Verteidiger eines völlig unangemessenen Krieges des israelischen Staates gegen die palästinesische Bevölkerung im Gazastreifen auftreten. Es ist kein Krieg gegen die Hamas, es ist ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung, jeder kann die Opferzahlen selbst im fast durchgängigen proisraelischen Blätterwald Deutschlands nachlesen.

Kommentare:

Valli hat gesagt…

1927 schrieb Kurt Tucholsky: »Die geistige Militarisierung Deutschlands macht Fortschritte wie nie zuvor – nur die Form hat gewechselt. Was früher dümmlich und dickfäustig für Bauernjungen zurechtgehauen wurde, ist heute aus bestem Stahl, biegsam und wesentlich moderner. Diese geistige Militarisierung, der fast alle Parteien hemmungslos unterliegen, ist unsittlich, verabscheuenswert und infam. Sie wird ihre blutigen Früchte tragen – und auch das nächste Mal wird niemand, niemand schuld sein.«

Anonym hat gesagt…

5 Sterne für Valli!
Eigentlich wollte ich Die Linke als
kleinstes Übel wählen. Nun nicht mehr. Solidarität mit Israel ist Staatsräson, vermeinte Gysi so oder
ähnlich, von sich geben zu müssen.
"Hartz4 muß weg" Hieß es geraume Zeit.
Und heute? Ein paar Euro mehr Regelsatz, das wars!
Die Linke macht sich bereit zur Koalition mit den SPDisten udn Herr
Gysi will Außenminister werden.
So seh ich das.
Enttäuscht grüßt Anne