Mittwoch, 10. Juni 2009

Wahlen, Wahlen, Wahlen


Die ersten bundesweiten Wahlen dieses Jahres sind vorbei und nebenstehendes Gesicht zeigt keine Begeisterung, wäre auch bei den erzielten Wahlergebnissen, derer, die in dieser Republik immer noch die Roten genannt werden, ein Wunder.

Irgendwo habe ich gelesen, eigentlich würden sich jetzt vor allem Blogger am SPD-Bashing beteiligen. Der englischen Sprache eher unmächtig, muß ich bei solch neuen Schlagworten immer erst nachschauen, ob sich der von mir vermutete Inhalt auch wirklich dahinter verbirgt.

"Bashing (von englisch bashing „öffentliche Beschimpfung“ bzw. bash „heftiger Schlag“) bezeichnet", finde ich in Wikipedia.

Nein, daran möchte ich mich nicht beteiligen, was soll ich mit einer Partei schimpfen oder auf sie draufhauen, sie seit fast einem Jahrhundert immer die gleiche, inzwischen durchschaubare Politik betreibt. Noch als Arbeiterpartei gegründet, hat sie bereits früh angefangen, Arbeiterinteressen zu verraten:
  • August 1914 Bewilligung der Kriegskredite
  • Blutmai 1929
  • Verhinderung der Arbeitereinheit und Ablehnung des Generalstreiks bis 1933 (eine Mitschuld der KPD ist hier allerdings nicht zu leugnen)
  • 1946 in den westlichen Besatzungszonen (nicht mal ein Jahr nach der Befreiung) keine Einheit zwischen SPD und KPD
  • Radikalenerlass 1972
  • Anzettelung eines Angriffkrieges gegen Serbien 1999
  • Hartz I - IV von 2003 - 2005
  • ständige Zustimmung bei der Verlängerung des Bundeswehrmandats in Afghanistan seit 2003
Die Liste ist bei weitem nicht vollständig.

Man kann die eine oder andere Entscheidung unterstützen oder auch alle, man kann auch gegen alle sein, aber deshalb auf die SPD einzuschlagen zeigt nur, daß man sich für die Geschichte der Partei, die sich sozialdemokratisch nennt, nicht interessiert hat.

1 Kommentar:

Valli hat gesagt…

Ganz schlimm war auch die Zusammenarbeit mit der erzreaktionären Reichswehr 1919 unter Ebert und Noske (Einer muss der Bluthund sein), in deren Ergebnis auch die Morde an Liebknecht und Luxemburg standen, oder die Niederschlagung der Hungerrevolten aufgrund der Inflation in Mitteldeutschland 1923. Diese Truppe gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.