Mittwoch, 22. Juli 2009

Bundesverdienstkreuz - ja oder nein?

In der Jungen Welt sitzen ganz sicher keine Hellseher, deshalb war die Vorhersage, es gäbe nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia Langer Probleme, auch keine nostradamus'sche Leistung.

Nun der Aufschrei ist da, der Zentralrat der Juden in Deutschland ist entsetzt, zwei jüdische Träger des Bundesverdienstkreuzes drohen, ihre Auszeichnung zurückzugeben, sollte der Preis Frau Langer nicht wieder entzogen werden.
"Sie trägt ihr Jüdischsein als Fahne vor sich her - doch ihre jahrelange Israel-Hetze macht das nicht besser", so äußerte sich Dieter Graumann im Spiegel.

Was ist an dieser Frau dran? Die Frau ist Jüdin und wagt es gleichzeitig, die Politik Israels, dem Land, in dem sie bis 1990 gelebt hat, zu kritisieren. Und das ist in der BRD nicht Politically Correct. Hier ist jeder sofort Antisemit, der nicht bei jedem Tun in dem jüdischen Staat hurra schreit.
2005 erhielt sie den Erich-Mühsam-Preis, 2006 den Menschenrechtspreis der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.(GMB). Nun also das Bundesverdienstkreuz und alle, die an dieser Verleihung beteiligt waren, haben auf einmal Erklärungsnöte.

Kann unsere Verantwortung wirklich darin liegen, für immer und ewig jegliche Kritik an der Politik der Regierung Israels als antisemitisch zu verunglimpfen? Kommt es für uns nicht vielmehr darauf an, dafür zu sorgen, daß der Völkermord an der europäischen jüdischen Bevölkerung, an den Sinti und Roma, der Mord an Widerstandskämpfern , egal ob sie Kommunisten, Sozialdemokraten, Angehörige einer Kirche oder Offiziere der Wehrmacht waren, durch das faschistische Hitlerregime nicht vergessen wird und daß so etwas nie wieder geschieht? Mir persönlich ist das die
wichtigere Aufgabe.


Kommentare:

Nadja Norden hat gesagt…

Meine liebe Jette,
Deine Mitteilung geht mir ganz nahe! Ich weiβ von der Arroganz des sogenannten „Zentralrat“, der Zionisten überhaupt. Die BRD Zionisten haben diese Arroganz noch ins Quadrat erhoben. Ihren billigen aber aggressiven und grausamen Trick um jede Kritik als vorgeblichen „Antisemitismus“ zu verunglimpfen ist sattsam bekannt. Weniger bekannt ist daβ es weltweit, auch in der zionistischen Entität in Palästina (sog. Staat „Isra-l“) eine jüdische Opposition gegen den verbrecherischen, rassistischen Zionismus und seinem Staat gibt. Der Zionismus ist zutiefst das Judentum widrig. Für Interessenten verweise ich nach dem, teilweise deutschsprachigen, Blog http://www.bloggen.be/jesjoeroen , des Studienverbandes Jeschurun Judentum gegen Zionismus. Der kanadischer Professor, sowjetischer Herkunft, Yakov M. RABKIN schrieb ein bedeutendes Buch zum Thema „Im Namen der Thora: Die Geschichte der jüdischen Opposition gegen den Zionismus“. Es ist schon in mehr wie acht Sprachen erschienen, nur in Deutschland hat er noch keinen Verlag gefunden. Der zionistische und zionazistische Psychoterror ist daran nicht fremd. Es gibt auch die internationale Bewegung IJAN, International Jewish Antizionist Network, zwar zusammengestellt aus Juden die ziemlich arg vom Judentum entfremdet sind, jedoch sehr verdienstvoll auftritt zu Gunsten des palästinensische Befreiungskampfes, Boykott gegen zionistische Produkte und Vorlesungen, usw. organisiert. Ich folge die Sache aus nächster Nähe. Soweit ich weiβ, ist die einzige jüdische deutsche Frau die mutig ihre Stimme in der deutschen Presse erhob Frau Iris Hefets. Der Namen Felicia Lange ist dort beim IJAN nicht aufgetaucht, es wird ihr wohl zu jüdisch sein. Um Felicia Langer als „Jüdin“ zu erkennen, müβte ich rassistisch sein, Gott behüte. Ich habe da auch die Frage wieso eine als Kommunistin bekannte Frau sich um das Bundesverdienstkreuz bemüht? Ich las doch neulich in einen dir befreundeten Blog daβ dieses Kreuz zu sehr an das eiserne Kreuz erinnere. Unnötig zu betonen daβ ich, im Unterschied zu Frau Lange nicht nur gegen die Exzessen sondern konsequent gegen die Existenz des zionistischen Staates überhaupt bin. Es ist nicht weil Schlimmes passierte gegen den Juden in Europa daβ dieses gerächt werden darf auf die daran unschuldige Palästinenser. Der Judenmord geschah in Europa, nicht in den Muslimländern. Auch einen den westlichen Menschenrechtsnormen entsprechendes Staates „Isra-l“ wäre sowohl Judentum als Islam widrig. Juden sollten wie Muslims und andere gleichberechtigte treue Bürger ihres jeweiligen Staates sein. Jede Verunglimpfung und Diskriminierung ist zu verwerfen. Es wäre da noch viel zu sagen, es wird ein anderes Mal sein. Jedenfalls was mir betrifft: Es gibt die jüdische Gottesdienst die ich sehr achte, und der imperialistisch rassistischer Zionismus der ich verachte!
Ganz liebe Grüβen,
Deine Nadia
<3

gruesdi hat gesagt…

Ich stimme mit der im letzten Absatz geäußerten Aussage völlig überein.