Mittwoch, 8. Juli 2009

Israel und China - oder manche sind eben gleicher!

was sie gemeinsam haben, weiß ich nicht, ich habe beide Länder noch nicht besucht. Was sie unterscheidet, kann ich aber in unseren gleichgeschalteten Medien fast jeden Tag lesen.

Da ist Israel...das sind die Guten und wenn die gegen den bösen Iran Kriegsdrohungen ausstoßen, ist das auch weiter nicht schlimm. Sinngemäß sagt dann der Vizepräsident der USA Joe Biden, Israel sei ein souveräner Staat und die USA könne diesem Staat nicht vorschreiben, wie es auf eine Bedrohung reagiert. Natürlich geht diese Bedrohung vom Iran aus, schließlich ist das ein Schurkenstaat.

Nicht ganz ein Schurkenstaat ist China, kommt aber im Wesentlichen nicht besser weg als der Iran oder Nordkorea.
Jetzt gibt es ethnische Unruhen in Xinjiang (andere sagen auch Ostturkestan, damit es sich nicht so innerchinesisch anhört), man könnte jetzt schlußfolgern, das ist eine Angelegenheit des souveränen Staates China, aber das ist weit gefehlt. Denn in China reagiert eine kommunistische Partei, von daher sind dort Randalierer nicht Randalierer, sondern Menschen ohne Rechte, die dringend unserer Solidarität, unserer Anteilnahme bedürfen.
Und deshalb ist die Bundeskanzlerin schon mal besorgt über die Lage in Xinjiang und wollte unbedingt bei Staatspräsident Hu Jintao am Rande des G-8-Gipfels über die Vorgehensweise der chinesischen Sicherheitskräfte intervenieren. Dumm, daß der nun seine Teilnahme aufgrund der Unruhen abgesagt hat.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der CIA wird dafür sicher eine Möglichkeit finden, die dortige
Bevölkerung zu ermutigen (sarkastisch
grinsend)
Anne

Nadia Norden hat gesagt…

Klasse, liebe Jette!
Sehr gut formuliert, ich kann nur zustimmen. Der Imperialismus hat eben sein Wesen nicht geändert und die bellende gleichgeschaltete Medien sind nur „His Masters Voice“, die Stimme ihrer Herren. Paβend dazu scheinen mir folgende Worte des Vorsitzenden Mao Zedong „Wenn die monopolkapitalistischen Gruppen der USA darauf beharren, ihre Aggressions- und Kriegspolitik zu betreiben, werden sie zwangsläufig eines Tages von den Völkern der Welt an den Galgen gebracht werden. Dasselbe Schicksal erwartet die Komplicen der USA“ (Rede auf der Obersten Staatskonferenz 8. September 1958).
Ganz liebe Grüße,
deine Freundin
Nadja

gruesdi hat gesagt…

Der Meinung zu Israel schließe ich mich vollinhaltlich an.

Bei China allerdings habe ich so ein Grummeln im Bauch. Über Chinas Nationalitätenpolitik weiß ich so gut wie nichts. Über China erfährt man ebenfalls so gut wie nichts und wenn doch, nur negatives. Deshalb ist es schwer solche Ereignisse, wie jetzt geschehen, richtig einzuordnen und zu werten.

Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass Anonym nicht ganz Unrecht hat. Der Wirtschaftskonkurrent China muss um jeden Preis diskreditiert werden.

Es wäre schön, wenn mal jemand, der kompetent ist, 'was über das heutige China schreiben könnte.

Jeanette hat gesagt…

Deshalb habe ich eigentlich beides nicht gewertet, gruesdi, mir geht es da ebenso, auch wenn ich zur Zeit Harry Thürks "Taifun" gelesen habe, ist mein Wissen über China gering, mir ging es eigentlich um die Darstellung in den Medien und in der Wahrnehmung der jeweiligen Politik durch die Weltmacht und ihre Handlanger.

Anonym hat gesagt…

Schade, dass die Bundesmerkel nicht die Bundeswehr hinschicken will. Jeder Kanzler nach Schröder braucht doch seinen eigenen Krieg !

Karl-Hannes hat gesagt…

Zwei Links dazu für alle die mehr über China + Terrorismusproblem in China wissen wollen:

http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=903&

http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=149&&lang=de

Auf der Seite gibt es noch viel mehr dazu...

gruesdi hat gesagt…

Danke an Karl-Hannes für die Links.